Bobath für Erwachsene

Die Idee des heutigen Bobath-Konzeptes wurde bereits Anfang der 40-ziger Jahre von dem tschechischen Arzt Dr. Bobath und seiner Frau, einer Physiotherapeutin, entwickelt. Zunächst wurden ausschließlich Säuglinge und Kinder mit neurologisch bedingten Bewegungsstörungen behandelt.
Die Therapie erwachsener Patienten kam erst später hinzu. Das Konzept beruht auf der Idee, dass gesunde Hirnregionen Aufgaben, die zuvor von erkrankten oder gestörten Regionen ausgeführt wurden, neu lernen und übernehmen können.
Häufig sind bei erworbenen Hirnschädigungen nicht die eigentlichen Kontrollzentren zerstört, sondern Verbindungswege unterbrochen, die durch konsequente Förderung und Stimulation des Patienten neu gebahnt werden können. Insbesondere bei Menschen, die nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt sind, kann die Arbeit nach dem Bobath-Konzept gute Erfolge in der Rehabilitation erzielen.
Das Hauptprinzip dieser Arbeit ist es, Bewegungen durch ständiges Wiederholen wieder "einzuschleifen" und die betroffene Körperseite immer wieder in Alltagsbewegungen einzubeziehen, indem sie sensorisch stimuliert wird, um sie in ihren Bewegungen mit der nicht betroffenen Körperhälfte in Einklang zu bringen.

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